Die Sängergruppe Albachtal ist angeschlossen am Sängerkreis Hersbruck. Der Sängerkreis Hersbruck umfasst die Mitgliedschöre und -gruppen im Landkreis Nürnberger Land, sowie einen Teil der Chöre und Sängergruppen der Landkreise Amberg-Sulzbach, Forchheim, Bayreuth sowie einen Teil der Stadt Nürnberg. Im Sängerkreis Hersbruck sind in derzeit 100 Vereinen 2741 aktive und 5920 förderne Mitglieder vertreten [Stand: 17.05.2015]. Aufgabe der Sängerkreise und Sängerguppen ist eine an die regionale Struktur der Chöre angepasste Fortbildung der Chorleiter und Vorsitzenden sowie die Pflege der Chormusik in kreisinternen bzw. gruppeninternen Konzerten.
Die Sängerkreise umfassen dabei im wesentlichen die Landkreise der Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken sowie der Oberpfalz. Auf Grund historischer Gegebenheiten kann ein Sängerkreis auch Teile eines benachbarten Landkreises umfassen bzw. als Bezeichnung den Namen eines in der Gebietsreform 1974 aufgelösten Landkreises führen

Sängerkreistag Hersbruck

 

Man braucht schon eine große Halle, um die vielen Vereinsvertreter des ausgedehnten Sängerkreises Hersbruck bei der Jahresversammlung unterzubringen. Die Birglandhalle bewies ihre vielseitige Eignung dafür. Die große Sängerfamilie hatte zu den Berichten der Vorstandschaft noch zusätzliche Aufgaben zu erledigen: Die Vereinssatzung war zu beschließen und die ehrenamtliche langjährige Tätigkeit in den Vorständen der Mitgliedschöre zu würdigen.

Standesgemäß hieß der gastgebende MGV Schwend, verstärkt durch MGV Kastl mit Dirigent Wolfgang Herdegen, die Gäste musikalisch willkommen. Der Vorsitzende Heinrich Bodendörfer erblickte unter der Schar den Ehrenvorsitzenden Walter O. Neumann und Ehrenchorleiter Friedhelm Treiber sowie Ehrenmitglied Elsbeth Gebhardt und Konrad Summerer. Amberg-Sulzbachs Landrat Richard Reisinger hatte es sich nicht nehmen lassen, die Sängerschar aus drei Bezirken und Landkreisen aufzusuchen, teilt er doch ihre Freude am Gesang. Die bodenständige, Neuem nicht verschlossene Kulturpflege ist nur mit viel ehrenamtlichem Engagement möglich. Damit verbunden ist für viele ein besseres soziales Gefüge in der Gesellschaft. Reinhard Kohl als 2. Bürgermeister der Gemeinde Birgland zeigte seine Freude über den Besuch aus dem großen Umkreis.

Seit einem Jahr erfüllt Heinrich Bodendörfer die vielfältigen und interessanten Aufgabe des Vorsitzenden im Sängerkreis mit seinen 97 Vereinen und 2700 aktiven und 5700 fördernden Mitgliedern. Bei vielen Anlässen ging er zu den Vereinen, oftmals zu Ehrungen. Weiter vertrat er den Sängerkreis beim Fränkischen Sängerbund und der Bundesversammlung. In vier Vorstandssitzungen wurden geplante Konzerte, die neu eingeführte Ehrung von langjährigen Vorstandsmitgliedern der Vereine und die Endfassung der Vereinssatzung des Sängerkreises bearbeitet. Die gute Erledigung verdankt er seinen zuverlässigen Vorstandsmitgliedern, mit denen er auch die künftigen Aufgaben bewältigen kann. Heute geht es vornehmlich um das Nachholen der Ehrungen. Die Sänger, die zwischen zehn und fünfzig Jahren Vorstandsarbeit ihre Vereine zusammengehalten haben, verdienen mit Fug und Recht diese Würdigung.

Wie in jedem Verein, gehören zur Jahresbilanz weitere Berichte So wies Schatzmeister Peter Windsheimer auf eine gute Finanzlage hin, die man für überörtliche Veranstaltungen auch braucht. Kreischorleiter Thomas Witschel nannte für 2016 die Begleitung der Feiern um Karl IV. und die Goldene Straße. Dabei waren Konzerte und Auftritte eines Projektchors zu verzeichnen. Heuer gibt es das Thema „500 Jahre Reformation“, wo ebenfalls Veranstaltungen auf Kreisebene wie eine Bachkantate und Konzerte aufgeführt werden. Pressewart Alfred Engelhardt fungiert als Verbindungsmann zu den Medien und Zeitungen. Er leitet die Beiträge von Vereinen an die Fränkische Sängerzeitung weiter und berät in Pressefragen. Das laufende Geschäft mit den vielen Facetten bewältigt Geschäftsführerin Elisabeth Hensel, die am nächsten zu den Vereinen steht und für Meldungen und Anfragen zuständig ist. Dazu gab sie den Besuchern manch guten Tipp. Die Kassenprüfer Andrea Wittmann und Gerhard Egloffstein bestätigten die einwandfreie Buchführung und beantragten Entlastung, die von den Vereinen abgegeben wurde.


Für den Ausblick auf die Jahre 2017 und 2018 waren Voranschläge ausgearbeitet worden, welche die Versammlung guthieß. Diese musste sich auch mit der Endfassung der Vereinssatzung befassen. Nach viel Vorarbeit und Abstimmung rechtlicher und steuerlicher Fragen lag dieses „Grundgesetz“ des Vereins Sängerkreis Hersbruck vor. Die Passagen wurden stichwortartig erläutert und manche aufgetauchte Frage geklärt. So wurde die Satzung von der Versammlung einstimmig angenommen.

Dem letzten Hauptpunkt der Versammlung, der Verleihung von Ehrenurkunden, ging das humorvolle Gedicht vom „Ehrenamt“ voraus, das Elisabeth Hensel vortrug.  Die erstmalige Verleihung von Ehrenurkunden und -nadeln an langjährig tätige Vorstandsmitglieder der Vereine brachte der Geschäftsführung eine Mammutarbeit. Galt es doch, 65 Würdenträger aus dem ganzen Kreisbereich auszuzeichnen. Vorsitzender Heinrich Bodendörfer nahm es humorvoll „ Ich habe inzwischen genug Erfahrung im Nadelanstecken“.

(Franz Müller)

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Sängerkreistag 2017 in Schwend
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